Auswirkungen der Corona – Pandemie auf unser Vereinsrecht und Vereinsleben

Liebe Mitglieder und Löwenfreunde,

nicht nur wir, sondern auch führende Politiker und Mediziner des Bundes und der Länder gehen davon aus, dass Ostern ganz anders sein wird als bisher gewohnt. Kontaktverbote und  Ausgehbeschränkungen beherrschen derzeit unser Leben.

Der gesamte Spielbetrieb des Fußballs findet nach wie vor bis auf Weiteres nicht mehr statt.

Die Corona – Pandemie hat viele Bereiche unseres Zusammenlebens erreicht, so auch das Vereinsrecht. Der Gesetzgeber hat deshalb das sog. Gesetz über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts – und Vereinsrecht erlassen, zu finden im Bundesgesetz-Blatt vom 27. 03. 2020, Seite 569 f.) .

Nach dessen § 5 wäre es aufgrund des Kontakt-  und Versammlungsverbotes in diesem Jahr durchaus möglich, Mitgliederversammlungen von Vereinen, also auch die der ARGE des TSV München von 1860 e.V., die ansonsten – speziell auch nach unserer aktuell gültigen Satzung – zwingend in Form einer persönlichen Zusammenkunftstattfinden müssten, mittels Briefwahl bzw. in elektronischer Form durchzuführen.

Fakt ist, dass nach den Bestimmungen der „ARGE-Satzung“ unsere nächste Mitgliederversammlung entgegen anderslautender Mitteilungen für das aktuelle Geschäftsjahr 2019/20 bis Juni/Juli 2020 anzuberaumen wäre. Nach dem derzeitigen Stand dürfte die Durchführung einer Mitgliederversammlung in Form einer persönlichen Zusammenkunft aufgrund des Kontakt- und Versammlungsverbots bis zu diesem Zeitpunkt nicht möglich sein.

Es gäbe deshalb die Möglichkeit, die Versammlung mittels Briefwahl oder in elektronischer Form abzuhalten. Wir haben aber Zweifel, dass die technischen Voraussetzungen für eine Wahl in elektronischer Form bei allen unseren Mitgliedern gegeben sind. Nur wenn dies der Fall wäre, könnte ggf. nach weiterer Beratung und Diskussion mit den Regionssprechern und den Fanclubs von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden. Hinsichtlich der Alternative in Form einer Briefwahl bestehen – zumindest für die diesjährige Mitgliederversammlung – ebenfalls Bedenken. Heuer findet die turnusmäßige Neuwahl der Mitglieder des Vorstandes statt. Nachdem vermutlich nicht alle Kandidaten, die sich für einen Posten im Vorstand der ARGE zur Wahl stellen, den wahlberechtigten ARGE-Fanclub-Vertretern persönlich bekannt sind, sollte jedem der Kandidaten die Gelegenheit gegeben werden, sich vor der Wahl persönlich vorzustellen. Diese Möglichkeit ist aber nur in einer ordentlichen Mitgliederversammlung gegeben.

Nach Rücksprache mit unserem Anwalt und nach dem augenblicklichen Stand der Lage beabsichtigt die Vorstandschaft der ARGE deshalb, die anstehende Mitgliederversammlung erst dann durchzuführen, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen dies zulassen.

Ungeachtet dessen bleibt es unser Bestreben, den ARGE-Mitgliedern in Zukunft auch die Möglichkeit der Teilnahme an Wahlen mittels Briefwahl zu ermöglichen. Hierzu werden wir einen entsprechenden Antrag für eine Satzungsänderung bei der nächsten Mitgliederversammlung einbringen und zur Beschlussfassung stellen.

Wenngleich vieles neu organisiert werden muss, bleibt festzuhalten, dass wir nach der bestehenden Sach- und Rechtslage ohne wenn und aber bis auf Weiteres handlungsfähig sind und bleiben.

Mit der Corona-Pandemie durchlaufen wir alle eine bislang beispiellose Ausnahmesituation, die uns alle vor große Aufgaben und die Gesundheit aller Menschen in den Vordergrund stellt. Lasst uns deshalb in Solidarität üben.

Mit „Weiß-Blauen“ Löwengrüßen

Die ARGE-Vorstandschaft

Aktuelle Information

Liebe Sechzger,

in der letzten Zeit bekommen wir wieder verstärkt E-Mails von Mitgliedern von ARGE-Fanclubs, die wir kennen und dadurch zuordnen können, und von anderen, bei denen wir uns teilweise nicht sicher sind, ob es sich hierbei um Phishing-Mails handelt. Der ARGE-Vorstand hatte sich deshalb Ende des letzten Jahres entschlossen, nur noch auf Mails zu antworten, bei denen die Fanclub-Nummer sowie der Name des E-Mail-Schreibers aufgeführt waren. Gleichzeitig hatten wir seinerzeit auch in den Antwortmails darauf hingewiesen, dass bei aller evtl. berechtigten Kritik sowohl an der ARGE allgemein als auch an einzelnen Personen aus dem Bereich der ARGE, des e.V., der KGaA und des Investors Beleidigungen und Diffamierungen in jedem Fall zu unterlassen sind. Die ARGE besteht als Dachorganisation der Fanclubs seit über 40 Jahren und verdient Respekt, deren Mitglieder in den ihr angeschlossenen Fanclubs haben aber auch Respekt gegenüber allen anderen Organisationen und Personen zu zeigen. Beleidigungen, gleich gegen wen, wurden und werden von uns nicht geduldet.

Zur aktuellen Situation ist zu bemerken, dass wir in den letzten Wochen immer wieder gefragt wurden, warum die ARGE-Führung zur aktuellen Situation keine Stellungnahme abgibt. Wir können hierzu nur mitteilen, dass wir genauso wenig wie alle anderen wissen, wie es bei der Bewältigung der Corona-Pandemie weitergehen wird und wann wieder mit einem geregelten Ablauf sowohl im allgemeinen Leben als auch im sportlichen Bereich zu rechnen ist. Zur erforderlichen Verschiebung der eigentlich für den Frühsommer geplanten Mitgliederversammlung der ARGE haben wir vor zwei Wochen ja schon ausführlich Stellung genommen; vgl. www.arge-tsv.de.

Dass es zwischenzeitlich auch weitere Kandidaten für den Vorstand der ARGE gibt, haben wir zur Kenntnis genommen. Wir möchten dies aber bis auf Weiteres nicht kommentieren. Sowohl die aktuelle Führung der ARGE als auch die Bewerber für deren Nachfolge vertreten jedenfalls die Auffassung, dass sich die Organisation der ARGE in den vergangenen über 40 Jahren durchaus bewährt hat und möchten diesen eingeschlagenen Weg auch in Zukunft so weitergehen.

Abschließend möchten wir auch noch darauf eingehen, dass derzeit wie Euch bekannt sein wird die Aktion www.tsv1860.de/machtdassechzgervoll. läuft, die zum Verzicht auf die Rückerstattung von anteiligen Eintrittsgeldern aus dem Kauf von Dauerkarten bzw. Karten für Spiele, die aufgrund der Corona-Epidemie nicht mehr stattfinden können, auffordert. Es handelt sich hierbei um eine Aktion, die – unabhängig von der Zugehörigkeit zu Fanlagern – von allen Anhängern der Löwen gemeinsam unterstützt werden sollte und deshalb auch grundsätzlich von der ARGE-Vorstandschaft mitgetragen wird. Letztlich muss es aber jeder Fanclub bzw. Karteninhaber für sich selbst entscheiden, ob er auf die Rückerstattung der Kosten für gekaufte Eintrittskarten bzw. des anteiligen Betrages aus der von ihm gekauften Jahreskarte verzichtet oder nicht.

Die ARGE wird deshalb zu dieser Aktion keine Empfehlung aussprechen. Mitglieder der ARGE-Führung verzichten ihrerseits aber auf die Rückerstattung der anteiligen Beträge aus den von ihnen persönlich gekauften und bezahlten Jahreskarten und unterstützen diese Aktion weiterhin durch den Kauf sog. Geistertickets.

Abschließen möchten wir damit, dass bei allen Entscheidungen das Wohl der Allgemeinheit im Vordergrund stehen sollte und einzelne Interessen in diesen schweren Zeiten hinten anzustellen sind.

Die Vorstandschaft der ARGE